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Future Technology – Food Trend 2018

Essbare Insekten sollen der Food-Trend 2018 werden. In seiner Rede vor der „World Food Convention“ am 22.06.2017 in Berlin empfiehlt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Insektenzucht zur Sicherstellung der Ernährung. Und das nicht ohne Grund. Insektenzucht braucht nur wenig Wasser, Fläche und Futtermittel. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) gibt als Schätzung der Weltbevölkerung im Jahr 2025 die Zahl von 9,6 Mrd. Menschen an. Deren Ernährung ist zu sichern. Weltweit sind schon heute 2 Milliarden Menschen mangelernährt: Sie bekommen zwar genug Kalorien, aber zu wenig Nährstoffe. Sie können ihr Potential nicht entwickeln, bleiben zurück, geistig und körperlich. Diesen Hunger gilt es zu beseitigen.

Die Insektenzucht produziert 1000 Mal weniger CO2 als die Fleischbetriebe und hat einen deutlich geringeren Wasserverbrauch. Sie verbraucht zehn Mal weniger Futtermittel als Rinder, ihr Proteingehalt ist equivalent mit dem von Fleisch und Fisch. Ausserdem enthalten Insekten gesunde, ungesättigte Fette, die vergleichbar mit Avocado und Nüssen sind. Insekten enthalten alle 9 Aminosäuren, enthalten Vitamine, darunter Vitamin B12. Damit sind Insekten eine sehr gesunde Proteinquelle, die bereits unter Sportlern, die eine Proteinquelle suchen, Verbreitung gefunden hat.

Es gibt bereits zertifizierte Betrieben in der Schweiz, Österreich und Belgien. Die Insekten werden in bis zu 28 Grad geheizten, gut isolierten Räumen gezüchtet.

Es verzehren laut einem Bericht der FAO (Food and Agriculture Organziation of the United Nations) derzeit rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit regelmässig Insekten. Nun will uns Christian Bärtsch mit dem jungen Unternehmen Essento Insekten-Food schmackhaft machen. «Insekten haben ein riesiges Potenzial», sagt Gründer Christian Bärtsch.

Wie wäre es nun mit einer an Sesamöl gerösteten knusprigen Wanderheuschrecke mit Koriander-Chili-Pulver und Ingwer als Party-Snack oder Spaghetti mit Mehlwurm-Bolognese?

Viele haben Hemmungen, gleich ein ganzes Tier zu verdrücken. Diese können etwa Protein-Riegel oder Hamburger, die bereits in über 50 ausgewählten Coop-Filialen in der Schweiz erhältlich sind testen. Auch gibt es in der Schweiz mittlerweile einige Restaurants, etwa Hitzberger, Nooch, oder Wilder Mann, die Insektenprodukte anbieten.

Auch Swarm bietet, speziell für Sportler einen Riegel aus Insektenmehl an.

Die nachhaltige Alternative ist also griffbereit. Und Insekten lassen sich sicher auch zu Pasten für die Raumfahrt verarbeiten, was sich bei dem Nährwert anbietet.

Neben dem Genuss der Insekten kann der Panzer der Insekten als Grundstoff für die Industrielle Weiterverarbeitung verwendet werden. Helmuth Focken Biotechnik e. K. Erforscht die Verwendung von Chitin und Chitosan.

https://www.bmz.de/de/presse/reden/minister_mueller/2017/juni/170622_rede_world_food_convention.html

https://bellevue.nzz.ch/kochen-geniessen/criterion-festival-fuer-design-und-esskultur-insekten-statt-fleisch-ist-das-unsere-zukunft-ld.1363823

https://www.startnext.com/swarmprotein

https://www.firmenpresse.de/pressinfo1508004/fischerei-und-insekten-chitin-der-nachwachsende-rohstoff.html