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Sind die Corona-Maßnahmen gerechtfertigt?

In der BRD sind von 4233 Coroanfälle 10 tödlich verlaufen, 46 wurden als geheilt gemeldet.

In Bayern sind am 15.03.20 2 weitere Fälle gemeldet worden. Ein über 80 Jähriger mit Vorerkrankung und eine 86-jährige in Kempten.

Am Donnerstag, den 19.03.20, war ein über 80 Jähriger in Würzburg an Corona verstorben. Die bisherigen Todesfälle sind zwischen 67 und 89 Jahre alt, teilweise mit Vorerkrankung. Es spricht viel dafür, dass ein Mensch mit intaktem Immunsystem von dem Coronavirus infiziert wird und unter Auswirkungen leiden wird, die denen eines grippalem Infektes ähnlich sind. Alte und Kranke, insbesondere mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen sind jedoch gefährdet zu ersticken.

Deutschland schließt die Schulen bis nach den Osterferien. Die Grenzen werden schärfer kontrolliert, um auch Hamsterkäufe, die ins Ausland gehen zu verhindern.

Die Versammlungsfreiheit ist stark eingeschränkt. Versammlungen über 50 Personen wurden verboten, Gaststätten geschlossen. Dieses Versammlungsverbot würde, wenn es konsequent in Anwendung kommt, die Schliessung von Supermärkten und Betrieben mit über 50 Mitarbeitern rechtfertigen. Busse und Bahnen dürften nicht mehr fahren, weil dort die Menschen dicht nebeneinander sitzen und stehen und dort die Gefahr der Ansteckung überproportional hoch ist. Die Zustände in den öffentlichen Verkehrsmittel sind in den Haupt-verkehrszeiten aus virologischer Sicht der Supergau.

Die Menschen sollen einen Abstand von über einen Meter halten. Das ist in Call-Centern und Grossraum Büros teilweise nicht möglich, es sei denn, man lässt Arbeitsplätze unbesetzt. Auch Schlangen vor Kassen, Bank- und Info-Schaltern würden sich in die Länge ziehen, Uninformierte würden die Abstände fehl- interpretieren und sich an der Schlange vorbei „vordrängeln“. Das würde zu Unruhe und langen Schlangen führen, für die mancher Ort nicht ausgelegt ist. Durch die Einreise- und Ausreisesperren wird der Ostertourismus stark eingeschränkt, was zu großen Gewinneinbrüchen in der Touristikbranche führen kann. Betriebsschliessungen bei Coronaverdacht und der stark eingeschränkte Güterverkehr lassen die Produktion stehen. Auch hier gibt es Gewinneinbrüche, aber nicht nur.

Die Warenversorgung, auch mit lebenswichtigen Gütern, kann durch einen Produktionsstop nicht mehr gewährleistet werden. So legte Fiat-Chrysler mehrere Werke still, Seat hat Probleme mit der Lieferkette, heißt, dass nicht mehr sichergestellt ist, dass alle zur Produktion benötigten Teile vorhanden sind. Dann können bestimmte Modelle nicht mehr geliefert werden.

Mercedes und VW haben mitlerweile die Produktion bestimmter Modelle eingestellt.

Probleme solcher Art können auch in anderen Branchen als in der Automobilindustrie auftreten. Treten sie in lebenswichtigen Industriezweigen auf, kann die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern in Frage gestellt sein.

Wie diese bei einer verhängten Ausgangssperre sichergestellt werden soll bleibt abzuwarten. Bisher wurde in Deutschland keine Ausgangssperre verhängt, jedoch diskutiert.

Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen in Süd Korea ist zum ersten mal seit 3 Wochen auf unter 100 zurückgegangen, am Samstag wurden 76 Neuerkrankeungen erfasst. 8162 Menschen sind in Süd Korea als mit Corona infiziert erfasst, insgesamt sind in Süd Korea 8162 Coronaerkrankungen registriert bei 75 Todesfällen. Das sind knapp 0,92%. Die Todesrate liegt damit ca 4 mal so hoch wie bei der Grippe Epedemie in Deutschland in 2017/18.

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mit einer Infektionsrate der Bevölkerung von 50% bis 60%. Lege ich die Ratio Süd Koreas zu Grunde ist in Deutschland mit ca. 440.000 Todesfällen wegen Corona zu rechnen, unter der Bedingung, dass kein Medikament gegen den Virus entwickelt wird. Allerdings ist die Bevölkerung Süd Koreas anders strukturiert als die der BRD. Es gibt weniger Greise, die Risikogruppe ist kleiner als in der BRD.

Es ist davon auszugehen, dass es in 2020 noch keine zugelassenen Impfungen geben wird. In China wurden jedoch nach positiven Labortests gegen SARS-CoV-2 bekannt, dass sich Chloroquin, das gegen Malaria eingesetzt wird, in einer klinischen Studie als wirksam gegen Corona erwiesen habe.

Falls das stimmt kann es in wenigen Wochen, global erhältlich, ein Medikament gegen den Virus geben. Es gibt in der Pharmaindustrie verschiedene Erfolg versprechende Tests.

Ein Versammlungsverbot sollte also nur für Immunschwache gelten. Den gesunden Menschen dürfte das Virus nicht ernsthaft gefährden können. Dies gilt auch für die größten Versammlungsorten in der Nation, den Arbeitsplätzen. Es macht wenig Sinn den kompletten Bildungsbereich lahm zu legen, in dem hauptsächlich Menschen jenseits der Risikogruppe tätig sind und die Unternehmen und die Menschenansammlungen auf der Arbeit und den öffentlichen Verkehrsmitteln zuzulassen. Unter den Werktätigen gibt es weitaus mehr Menschen in der Risikogruppe als in den Schulen und Universitäten.

Ob und in wie weit eine aufkommende Epidemie die Maßnahmen der Regierung rechtfertigt stelle ich in Frage. Sie sind zumindest rational nicht konsequent durchdacht. Wir müssen uns so verhalten, dass die Intensivstationen der Krankenhäuser nicht überlastet sind, dass immer genug Atemgeräte für die Patienten zur Verfügung stehen, die unter Atemnot in die Krankenhäuser eingeliefert werden. Und das schaffen wir, indem wir die Infektionsgeschwindigkeit in der Bevölkerung verzögern. Dies bedingt aber konsequente, politische Entscheidungen, die die jungen und gesunden Menschen in die Arbeit lässt und die Menschen mit geschwächtem Immunsystem, eben die, die in der Risikogruppe sind, unter Hausarrest stellt. Und der öffentliche Nahverkehr sollte Ruhen.

Abschliessend möchte ich anmerken, dass immer mehr Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren und die letzte Grippewelle die mit den meisten Todesfälle der letzten 30 Jahre war.

Quellen:

https://influenza.rki.de/Saisonberichte/2018.pdf

https://www.morgenpost.de/vermischtes/article228219843/Grippe-200-Tote-120-000-Infizierte-Grippewelle-in-Deutschland-2020-besonders-heftig.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren

http://destatis.de

http://wikipedia.de

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/christian-drosten-coronavirus-pandemie-deutschland-virologe-charite?utm_source=pocket-newtab