Schlagwort-Archive: Tarif

Warum das USA Öl in den negativen Preis fällt

Der Ölpreisverfall ist getrieben von dem Verfall der Rohöl-Futures und dem Wirtschaftseinbruch durch die Corona Pandemie. Die Fl8ugzeugflotte der Fluggesellschaften bleibt auf dem Boden, die Schiffe stehen in den Häfen, viele Frachtunternehmen transportieren nur noch das Notwendige. Durch den Arbeitsstillstand fallen die Fahrten zu dem Arbeitsplatz aus, die Unternehmen produzieren nur noch in Kurzarbeit oder legen die Betriebe ganz still. Dadurch sank der Bedarf nach Benzin und anderen Ölderivaten, die bspw. in der Kosmetik-, Pharma- oder Kunststoffindustrie benötigt werden, beträchtlich.

 

Ein Terminkontrakt ist im Wesentlichen charakterisiert durch

  • einen genau bestimmten Vertragsgegenstand (Basiswert)
  • die Menge (Kontraktgröße) und Qualität des zugrunde liegenden Vertragsgegenstandes
  • einen bei Vertragsabschluss festgelegten Kaufpreis des zugrunde liegenden Vertragsgegenstandes
  • einen fixen Erfüllungszeitpunkt in der Zukunft (Termin) und
  • die Art der Erfüllung (Lieferung des Vertragsgegenstandes gegen Zahlung des vereinbarten Preises oder Barausgleich).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Terminkontrakt

Durch den Preisverfall hat die Industrie bereits eingekauft. Die Öllager sind voll. Obwohl die OPEC Staaten die Produktion stark eingeschränkt haben besteht ein großer Rohölüberschuss. Die Spekulanten, die Rohölkontrakte eingekauft haben, müssen diese einlösen, weil diese fällig werden. Viele dieser Spekulanten müssen das Rohöl physisch abnehmen. Nicht alle haben die Möglichkeit das Rohöl zu lagern, sind also gezwungen den Kontrakt unbedingt zu verkaufen. Diese Situation treibt die Preise bis in den Minusbereich. Der WTI Future notierte -40,32$/barrel so Alfred Maydorn von „Der Aktionär“, Börsenmedien AG.

Angesichts des Ölpreiskollaps droht vielen Ölkonzernen sowie Ölfelddienstleistern für die Erdölindustrie mit hohen Schuldenquoten die Pleite. Der an der NYSE gehandelte Energy Select Sector SPDR® ETF, der die Nachbildung der Wertentwicklung der US-Energieunternehmen anstrebt, verliert um 2,19 Prozent auf 32,14 Dollar, während der S&P 500 gut 2 Prozent tiefer steht. Der Dow Jones Exploration Index sinkt 1,98 Prozent, der Dow Jones Oil Equipment & Services Index fällt 1,76 Prozent.

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/12425138-wti-halten-20-us-dollar

Der Chart des WTI-Future-Preises finden Sie u. a.:

https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

 

 

Future Technology – Food Trend 2018

Essbare Insekten sollen der Food-Trend 2018 werden. In seiner Rede vor der „World Food Convention“ am 22.06.2017 in Berlin empfiehlt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller die Insektenzucht zur Sicherstellung der Ernährung. Und das nicht ohne Grund. Insektenzucht braucht nur wenig Wasser, Fläche und Futtermittel. Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) gibt als Schätzung der Weltbevölkerung im Jahr 2025 die Zahl von 9,6 Mrd. Menschen an. Deren Ernährung ist zu sichern. Weltweit sind schon heute 2 Milliarden Menschen mangelernährt: Sie bekommen zwar genug Kalorien, aber zu wenig Nährstoffe. Sie können ihr Potential nicht entwickeln, bleiben zurück, geistig und körperlich. Diesen Hunger gilt es zu beseitigen.

Die Insektenzucht produziert 1000 Mal weniger CO2 als die Fleischbetriebe und hat einen deutlich geringeren Wasserverbrauch. Sie verbraucht zehn Mal weniger Futtermittel als Rinder, ihr Proteingehalt ist equivalent mit dem von Fleisch und Fisch. Ausserdem enthalten Insekten gesunde, ungesättigte Fette, die vergleichbar mit Avocado und Nüssen sind. Insekten enthalten alle 9 Aminosäuren, enthalten Vitamine, darunter Vitamin B12. Damit sind Insekten eine sehr gesunde Proteinquelle, die bereits unter Sportlern, die eine Proteinquelle suchen, Verbreitung gefunden hat.

Es gibt bereits zertifizierte Betrieben in der Schweiz, Österreich und Belgien. Die Insekten werden in bis zu 28 Grad geheizten, gut isolierten Räumen gezüchtet.

Es verzehren laut einem Bericht der FAO (Food and Agriculture Organziation of the United Nations) derzeit rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit regelmässig Insekten. Nun will uns Christian Bärtsch mit dem jungen Unternehmen Essento Insekten-Food schmackhaft machen. «Insekten haben ein riesiges Potenzial», sagt Gründer Christian Bärtsch.

Wie wäre es nun mit einer an Sesamöl gerösteten knusprigen Wanderheuschrecke mit Koriander-Chili-Pulver und Ingwer als Party-Snack oder Spaghetti mit Mehlwurm-Bolognese?

Viele haben Hemmungen, gleich ein ganzes Tier zu verdrücken. Diese können etwa Protein-Riegel oder Hamburger, die bereits in über 50 ausgewählten Coop-Filialen in der Schweiz erhältlich sind testen. Auch gibt es in der Schweiz mittlerweile einige Restaurants, etwa Hitzberger, Nooch, oder Wilder Mann, die Insektenprodukte anbieten.

Auch Swarm bietet, speziell für Sportler einen Riegel aus Insektenmehl an.

Die nachhaltige Alternative ist also griffbereit. Und Insekten lassen sich sicher auch zu Pasten für die Raumfahrt verarbeiten, was sich bei dem Nährwert anbietet.

Neben dem Genuss der Insekten kann der Panzer der Insekten als Grundstoff für die Industrielle Weiterverarbeitung verwendet werden. Helmuth Focken Biotechnik e. K. Erforscht die Verwendung von Chitin und Chitosan.

https://www.bmz.de/de/presse/reden/minister_mueller/2017/juni/170622_rede_world_food_convention.html

https://bellevue.nzz.ch/kochen-geniessen/criterion-festival-fuer-design-und-esskultur-insekten-statt-fleisch-ist-das-unsere-zukunft-ld.1363823

https://www.startnext.com/swarmprotein

https://www.firmenpresse.de/pressinfo1508004/fischerei-und-insekten-chitin-der-nachwachsende-rohstoff.html